Gemeinde Plüderhausen

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Home » Info » Geschichte » Plüderhausen

Aus der Geschichte Plüderhausens

'Altes Rathaus' um 1920

Planmäßig besiedelt wurde diese Landschaft, die einst ein unwirtliches, dichtes Waldgebiet bildete, vermutlich erst um die Mitte des 8. Jahrhunderts, als dieses Gebiet fränkisches Königsgut wurde. Es überrascht daher nicht, dass sich in Plüderhausen zwar Römerspuren, aber keine Bodenfunde aus alemannischer Zeit nachweisen lassen.

Erstmals nachweislich urkundlich erwähnt wird "Pliderhusen" im Jahre 1142 als Luitgard von Hohenstaufen, die Gemahlin dse Markgrafen Conrad von Meißen, dem von ihr gestifteten Benediktinerkloster Elchingen bei Ulm etliche Landgüter aus Plüderhausen stiftet.

Nach dem Untergang der Staufer kam der Ort an die Grafen von Württemberg, doch gingen Grund- und Herrschaftsrechte anschließend als Lehen, durch Schenkung, Verkauf oder Verpfändung vielfach in andere Hände über.

Ev. St. Margareten-Kirche mit Königsbau und ehemalige Stallungen der Firma Schüle

Wirren der Geschichte

In den folgenden Jahrhunderten wurde Plüderhausen von schweren Schicksalsschlägen heimgesucht:

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Industrialisierung - die Eisenbahn

Bahnhof Plüderhausen - Die Strecke von Cannstatt nach Wasseralfingen
Nach der Oberamtsbeschreibung von 1845 war Plüderhausen damals ein "ackerbautreibendes, evangelisches Pfarrdorf mit Marktgerechtigkeit und 1600 Einwohnern, darunter 2 Katholiken". Die Inbetriebnahme der Eisenbahn 1861 führte jedoch zu einer wachsenden Industrialisierung.

Zum Inbegriff der einsetzenden industriellen Tätigkeit wurde der Bäckermeister Friedrich Schüle, der sich 1853 eine kleine Maschine anschaffte, die zum Ausgangspunkt der weltbekannten Eierteigwarenfabrik "Schüle-Hohenlohe AG" wurde. Die Stillegung im Jahre 1953 war ein schwerer Schlag für Plüderhausen, der eine Neuorientierung in der Gewerbestruktur mit sich brachte, indem sich zahlreiche neue Betriebe abgesiedelt haben.

Schüle-Hohenlohe AG um 1940

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Neuzeit - Plüderhausen heute

Heute ist Plüderhausen eine Industriegemeinde mit hohem Wohnwert und leistungsstarken Gewerbebetrieben. Ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm, die Gemeindebücherei sowie über 60 Vereine vermitteln ein reiches kulturelles Leben.

Am Wochenende vor den Sommerferien veranstalten die örtlichen Vereine seit 1963 zur Freude der Einwohner und zahlreicher Gäste aus nah und fern die "Plüderhäuser Festtage", das Volksfest im Remstal.

Die verkehrsgünstige Lage und zahlreiche öffentliche Einrichtungen und Schulen führten zur Anerkennung als Kleinzentrum im Regionalplan der Region Stuttgart.

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Teilorte und Eingemeindungen

Der Teilort Walkersbach liegt in romantischer Abgeschiedenheit vom Verkehr im Welzheimer Wald.

Der kleine Weiler, der 1262 aus hohenstaufischem und württembergischem Besitz kam, erhielt um 1500 eine herzogliche Glashütte. Diese kam jedoch nach dem Dreißigjährigen Krieg, der auch vor Walkersbach nicht Halt machte, nicht mehr so recht in Schwung und wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts eingestellt.

1807 wurde Walkersbach dem Oberamt Welzheim zugeteilt. 19 Jahre später wurde für die längst baufällig gewordene alte Kirche das neue evangelische Kirchlein eingeweiht. Dieses zählt noch heute neben der ehemaligen herzoglichen Glasbläserei und der neuen Friedhofskapelle zu den Sehenswürdigkeiten des Plüderhäuser Teilorts.

Weitere Wohnplätze und Höfe: Aichenbachhof, Neuweilerhof, Plüderwiesenhof, Eibenhof, Köshof, Schautenhof.

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