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Planmäßig besiedelt wurde diese Landschaft, die einst ein unwirtliches, dichtes Waldgebiet bildete, vermutlich erst um die Mitte des 8. Jahrhunderts, als dieses Gebiet fränkisches Königsgut wurde. Es überrascht daher nicht, dass sich in Plüderhausen zwar Römerspuren, aber keine Bodenfunde aus alemannischer Zeit nachweisen lassen.
Erstmals nachweislich urkundlich erwähnt wird "Pliderhusen" im Jahre 1142 als Luitgard von Hohenstaufen, die Gemahlin dse Markgrafen Conrad von Meißen, dem von ihr gestifteten Benediktinerkloster Elchingen bei Ulm etliche Landgüter aus Plüderhausen stiftet.
Nach dem Untergang der Staufer kam der Ort an die Grafen von Württemberg, doch gingen Grund- und Herrschaftsrechte anschließend als Lehen, durch Schenkung, Verkauf oder Verpfändung vielfach in andere Hände über.
Zum Inbegriff der einsetzenden industriellen Tätigkeit wurde der Bäckermeister Friedrich Schüle, der sich 1853 eine kleine Maschine anschaffte, die zum Ausgangspunkt der weltbekannten Eierteigwarenfabrik "Schüle-Hohenlohe AG" wurde. Die Stillegung im Jahre 1953 war ein schwerer Schlag für Plüderhausen, der eine Neuorientierung in der Gewerbestruktur mit sich brachte, indem sich zahlreiche neue Betriebe abgesiedelt haben.
Am Wochenende vor den Sommerferien veranstalten die örtlichen Vereine seit 1963 zur Freude der Einwohner und zahlreicher Gäste aus nah und fern die "Plüderhäuser Festtage", das Volksfest im Remstal.
Die verkehrsgünstige Lage und zahlreiche öffentliche Einrichtungen und Schulen führten zur Anerkennung als Kleinzentrum im Regionalplan der Region Stuttgart.
Der kleine Weiler, der 1262 aus hohenstaufischem und württembergischem Besitz kam, erhielt um 1500 eine herzogliche Glashütte. Diese kam jedoch nach dem Dreißigjährigen Krieg, der auch vor Walkersbach nicht Halt machte, nicht mehr so recht in Schwung und wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts eingestellt.
1807 wurde Walkersbach dem Oberamt Welzheim zugeteilt. 19 Jahre später wurde für die längst baufällig gewordene alte Kirche das neue evangelische Kirchlein eingeweiht. Dieses zählt noch heute neben der ehemaligen herzoglichen Glasbläserei und der neuen Friedhofskapelle zu den Sehenswürdigkeiten des Plüderhäuser Teilorts.
Weitere Wohnplätze und Höfe: Aichenbachhof, Neuweilerhof, Plüderwiesenhof, Eibenhof, Köshof, Schautenhof.