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Remstal
Gartenschau 2019

Geschichtliches aus Plüderhausen

Fränkisches Königsgut

Planmäßig besiedelt wurde diese Landschaft, die einst ein unwirtliches, dichtes Waldgebiet bildete, vermutlich erst um die Mitte des 8. Jahrhunderts, als dieses Gebiet fränkisches Königsgut wurde. Es überrascht daher nicht, dass sich in Plüderhausen zwar Römerspuren, aber keine Bodenfunde aus alemannischer Zeit nachweisen lassen. Erstmals nachweislich urkundlich erwähnt wird "Pliderhusen" im Jahre 1142 als Luitgard von Hohenstaufen, die Gemahlin dse Markgrafen Conrad von Meißen, dem von ihr gestifteten Benediktinerkloster Elchingen bei Ulm etliche Landgüter aus Plüderhausen stiftet.Nach dem Untergang der Staufer kam der Ort an die Grafen von Württemberg, doch gingen Grund- und Herrschaftsrechte anschließend als Lehen, durch Schenkung, Verkauf oder Verpfändung vielfach in andere Hände über.

Altes Plüderhausen
Altes Plüderhausen
Historisches Bild Plüderhausen
Historisches Bild Plüderhausen

Wirren der Geschichte

In den folgenden Jahrhunderten wurde Plüderhausen von schweren Schicksalsschlägen heimgesucht:

Im Jahre 1519 drang Jörg Staufer mit Truppen des schwäbischen Bundes ins mittlere Remstal ein und brannte dabei die Kirche nebst 80 Wohnhäusern nieder. 14 Einwohner fanden dabei den Tod. Auf dem Rückzug des schmalkaldischen Bundesheeres übernachtete Kurfürst Johann von Sachsen am 27./28. November 1546 in Plüderhausen, wobei der Obervogt von Schorndorf über das schlechte Benehmen der plündernden und raubenden Truppen klagte.

Der Dreißigjährige Krieg stellte jedoch alles in den Schatten, was man bisher an Greueln erlebt hatte. Dazu wurden die Bewohner noch von furchtbaren Hungersnöten (Mißernten 1620 und 1626) gepeinigt und von schrecklichen Seuchen heimgesucht. So starben allein im Oktober 1634 in Plüderhausen 40 Menschen an der "grassierenden Seuch". Als 1648 der Friede kam, zählte das Dorf ganze 57 Einwohner von den über 1800 bei Kriegsbeginn. Bereits 7 Jahre später hatte Plüderhausen wieder 600 Einwohner.

Kaum erholt, wurde der Ort im Jahre 1707 durch die Franzosen unter Villars geplündert. Von 1793 bis 1813 folgte Krieg auf Krieg und die Truppendurchzüge einer rohen zügellosen Soldateska nahmen kein Ende.

Ein kurzer historischer Abriss der Geschichte

1142
Erste urkundliche Erwähnung von "Pliderhusen"

1262
"Geburtsjahr" von Walkersbach

1546
Kurfürst Johann von Sachsen übernachtet in Plüderhausen

1626
heutiger Friedhof wird angelegt

1777
W.A. Mozart fährt durch Plüderhausen

1804
Bau der St. Margarethen-Kirche (Chor und Turm wie 1519)

1805
Plüderhausen erhält Marktrechte

1807
Walkersbach wird Teilort

1861
Eröffnung der Bahnlinie Cannstatt - Wasseralfingen

1907
Bau der Schlossgartenschule

1914
Bau des neues Rathauses

1945
Kriegsende: Plüderhausen wird den Amerikanern kampflos übergeben

Mittlere Brücke um 1910
Mittlere Brücke um 1910
Plüderhausen 1910
Plüderhausen 1910

Industrialisierung - die Eisenbahn

Nach der Oberamtsbeschreibung von 1845 war Plüderhausen damals ein "ackerbautreibendes, evangelisches Pfarrdorf mit Marktgerechtigkeit und 1600 Einwohnern, darunter 2 Katholiken". Die Inbetriebnahme der Eisenbahn 1861 führte jedoch zu einer wachsenden Industrialisierung. Zum Inbegriff der einsetzenden industriellen Tätigkeit wurde der Bäckermeister Friedrich Schüle, der sich 1853 eine kleine Maschine anschaffte, die zum Ausgangspunkt der weltbekannten Eierteigwarenfabrik "Schüle-Hohenlohe AG" wurde. Die Stillegung im Jahre 1953 war ein schwerer Schlag für Plüderhausen, der eine Neuorientierung in der Gewerbestruktur mit sich brachte, indem sich zahlreiche neue Betriebe abgesiedelt haben.

Plüderhausen 1910
Plüderhausen 1910
Plüderhausen ehemaliger Bahnhof
Plüderhausen ehemaliger Bahnhof

Neuzeit - Plüderhausen heute

Heute ist Plüderhausen eine Industriegemeinde mit hohem Wohnwert und leistungsstarken Gewerbebetrieben. Ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm, die Gemeindebücherei sowie über 60 Vereine vermitteln ein reiches kulturelles Leben. Am Wochenende vor den Sommerferien veranstalten die örtlichen Vereine seit 1963 zur Freude der Einwohner und zahlreicher Gäste aus nah und fern die "Plüderhäuser Festtage", das Volksfest im Remstal. Die verkehrsgünstige Lage und zahlreiche öffentliche Einrichtungen und Schulen führten zur Anerkennung als Kleinzentrum im Regionalplan der Region Stuttgart.

Teilorte und Eingemeindungen

Der Teilort Walkersbach liegt in romantischer Abgeschiedenheit vom Verkehr im Welzheimer Wald. Der kleine Weiler, der 1262 aus hohenstaufischem und württembergischem Besitz kam, erhielt um 1500 eine herzogliche Glashütte. Diese kam jedoch nach dem Dreißigjährigen Krieg, der auch vor Walkersbach nicht Halt machte, nicht mehr so recht in Schwung und wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts eingestellt.

1807 wurde Walkersbach dem Oberamt Welzheim zugeteilt. 19 Jahre später wurde für die längst baufällig gewordene alte Kirche das neue evangelische Kirchlein eingeweiht. Dieses zählt noch heute neben der ehemaligen herzoglichen Glasbläserei und der neuen Friedhofskapelle zu den Sehenswürdigkeiten des Plüderhäuser Teilorts.

Weitere Wohnplätze und Höfe: Aichenbachhof, Neuweilerhof, Plüderwiesenhof, Eibenhof, Köshof, Schautenhof.

Ortsbroschüre 2014

Die Informationsbroschüre soll Ihnen als Orientierungshilfe dienen und Wissenswertes über Einrichtungen und Organisationen vermitteln.

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