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Remstal
Gartenschau 2019

Aus Plüderhausen

Amtseinsetzung von Bürgermeister Benjamin Treiber

Artikel vom 14.07.2021

Feierliche Amtseinsetzung von Bürgermeister Benjamin Treiber

Im Rahmen einer öffentlichen Gemeinderatssitzung wurde Benjamin Treiber am vergangenen Donnerstag feierlich in sein Amt als neuer Plüderhäuser Bürgermeister eingesetzt. Als Gäste konnte der Gemeinderat in dieser Sitzung neben Landrat Dr. Richard Sigel, mehreren Bürgermeistern und Bürgermeisterinnen umliegender Gemeinden, Familienangehörigen von Bürgermeister Treiber, Bürgermeister a.D. Andreas Schaffer mit Ehefrau und Vertretern der örtlichen Organisationen auch einige Bürgerinnen und Bürger begrüßen, coronabedingt allerdings nur in begrenzter Anzahl.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Sophia Dietrich, Madlen Kasper und Marie Wiedenmann, einem Querflötentrio der Jugendmusikschule Schorndorf.

„Alle für einen - einer für alle“

Ulrich Scheurer, erster stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde, leitete die Sitzung und zitierte zum Auftakt seiner Begrüßungsrede den griechischen Staatsmann Perikles: „Wer an den Dingen seiner Gemeinde nicht Anteil nimmt, ist kein stiller, sondern ein schlechter Bürger“. Eine aktive Bürgergesellschaft bedeute, sich „einzumischen, mitzumischen und aufzumischen“. Ulrich Scheurer blickte zurück auf das Geburtsjahr des neuen Bürgermeisters, das Jahr 1992. Damals sei das Unwort des Jahres „Politikverdrossenheit“ gewesen. Im Jahr 2021 nähmen nun drei Persönlichkeiten ihren Hut und hörten auf: Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundestrainer Joachim Löw und Bürgermeister Andreas Schaffer. Die Rathaussessel im Remstal würden nun von den „jungen Wilden“ übernommen. Dies sei als gutes Omen zu werten im Sinne des Zitats des früheren Bundespräsidenten Roman Herzog: „Die besten Jahre liegen noch vor uns“.
Bürgermeister Treiber sei es hervorragend gelungen, die Herzen der Menschen von Plüderhausen, Walkersbach und den Höfen „im Sturm zu erobern“. Er sei im Wahlkampf mit seinem „Silberpfeil“, dem Ford Fiesta, rund um die Uhr in der Gemeinde unterwegs und dabei „bienenfleißig, ehrlich, sympathisch, intelligent, verbunden mit einem klaren Wertekompass“ gewesen. Dabei sei auch die Familie jederzeit hinter ihm gestanden, frei nach dem Motto „Alle für einen, einer für alle“.
Im Rahmen eines kurzen Rückblicks über die bisherigen beruflichen Stationen und die ehrenamtlichen Tätigkeiten des neuen Plüderhäuser Bürgermeisters in der Freiwilligen Feuerwehr und im Gemeinderat der Gemeinde Kernen stellte Ulrich Scheurer fest: „Mit Ihren 29 Jahren erfüllen Sie die besten Voraussetzungen für das Bürgermeisteramt in Plüderhausen und haben eine sehr gute Perspektive. Sie sind jung und intelligent. Somit sind insgesamt 5 Amtszeiten möglich. 40 Jahre. Das sind doch sehr erfreuliche Aussichten, bzw. eine sehr positive Zukunftsperspektive“. Ulrich Scheurer gratulierte Benjamin Treiber im Namen des Gemeinderats zu seinem „fulminanten Wahlerfolg“ mit 3.189 Stimmen (74,65%) und stellte fest, man trete nun gemeinsam an, der Gemeinde Bestes zu erreichen. Dies werde eine Kraftanstrengung und „ein Ringen um zukunftsgerechte Lösungen“ sein. „Es wird nicht ausbleiben, dass Kompromisse geschlossen werden müssen“. Dem Wohl des Gemeinwesens könne man dabei nur gerecht werden, wenn man in gegenseitiger Verantwortung gut zusammenarbeite und sich der Verantwortung gegenüber den Bürgerinnen und Bürger bewusst sei. „Nur so können wir unsere Gemeinde zum Wohl aller weiter entwickeln und den gesellschaftlichen Veränderungen mit demokratischen Entscheidungen Rechnung tragen.“
Das kommunale Selbstverwaltungsrecht sei ein hohes Gut, das verantwortungsbewusst gepflegt werden müsse. Allerdings sei die Gemeinde dabei in eine Vielzahl von staatlichen Vorgaben und überörtlichen Festlegungen eingebunden, so dass nicht der Eindruck entstehen dürfe, dass „die Arbeit im Gemeinderat und das kommunale Wirken überwiegend von freudigen Empfindungen geprägt“ wären.
Zwar sei der von den Bürgern gewählte Gemeinderat das „Hauptorgan der Gemeinde“, doch die kommunale Wirklichkeit sehe anders aus. Zentraler Akteur auf der kommunalpolitischen Bühne sei der Bürgermeister, dessen Amt zwar schwieriger geworden sein, aber dennoch nach wie vor als „Traumjob“ gelten könne. Hierzu habe der frühere Ministerpräsident Erwin Teufel ausgeführt: „Nicht jeder Minister hat eine solche Gestaltungsfreiheit wie ein Bürgermeister“.
Der Bürgermeister übe das Amt dabei stets nur auf Zeit aus und nur so lange, wie er von den Bürgern damit betraut werde. In diesem Zusammenhang zitierte Ulrich Scheurer noch einmal den früheren Ministerpräsidenten Erwin Teufel: „Vertrauen ist die wichtigste Ressource in der Politik. Wie entsteht Vertrauen? Wort und Taten dürfen nicht zu weit auseinanderliegen, dann entsteht Glaubwürdigkeit und aus Glaubwürdigkeit dann Vertrauen“. Dieses Vertrauen gelte es täglich zu erringen und zu bewahren.
Im Anschluss an diese Einführung wurde Bürgermeister Benjamin Treiber von Ulrich Scheurer mit folgenden Worten offiziell beamtenrechtlich vereidigt und auf sein Amt als Bürgermeister der Gemeinde Plüderhausen verpflichtet:

„Ich schwöre, dass ich mein Amt nach bestem Wissen und Können führen, das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, die Landesverfassung und das Recht achten und verteidigen und Gerechtigkeit gegen jedermann über werde. So wahr mir Gott helfe“.
Ich gelobe Treue der Verfassung, Gehorsam den Gesetzen und gewissenhafte Erfüllung meiner Pflichten. Insbesondere gelobe ich, die Rechte der Gemeinde gewissenhaft zu wahren und ihr Wohl und das ihrer Einwohner
nach Kräften zu fördern.“

Wenngleich die Amtseinsetzung unter „Corona-Bedingungen“ stattfand, wurden die Vereidigung und die Verpflichtung entsprechend ihrer Bedeutung traditionell durch einen Handschlag bekräftigt.

Ulrich Scheurer wünschte Bürgermeister Treiber eine gute Zusammenarbeit mit den Rathausbeschäftigten und dem Gemeinderat: „Lassen Sie uns die Zukunft von Plüderhausen, Walkersbach und den Höfen gemeinsam gestalten. Frei nach dem Motto: „Alle für einen, einer für alle“.“
Symbolisch überreichte Ulrich Scheurer Benjamin Treiber einen eigens angefertigten goldenen Schlüssel für das Rathaus. Als weiteres Geschenk des Gemeinderats übereichte Ulrich Scheurer - ganz im Sinne der örtlichen Wirtschaftsförderung - einige Gutscheine örtlicher Betriebe sowie einen Blumenstrauß an Benjamin Treibers Ehefrau Jasmine.

Abschließend zitierte Ulrich Scheurer den früheren amerikanischen Präsidenten Theodor Roosevelt: „Das bei weitem Beste, was das Leben zu bieten hat, ist die Möglichkeit, hart für eine Sache zu arbeiten, die es wert ist. Unsere Heimatgemeinde Plüderhausen, Walkersbach und die Höfe ist es auf jeden Fall wert! Glück auf unserer Bürgerschaft! Glück auf unserem Bürgermeister“.

„Kommunalpolitik ist ein Mannschaftssport“

Für Landrat Dr. Richard Sigel bot sich, wie bereits bei der Verabschiedung von Bürgermeister a.D. Andreas Schaffer, der Fußball auch für die Amtseinsetzung des neuen Plüderhäuser Bürgermeisters als Vergleich an: „Heute, auf den Tag genau, am 8. Juli 1990 wurde Deutschland in Rom mit einem 1:0 gegen Argentinien Fußballweltmeister“. Wie der Fußball sei auch die Kommunalpolitik ein Mannschaftssport, in der der Gemeinderat als Hauptorgan der Gemeinde eingebunden ebenso eingebunden werden müsse wie die Vereine und die weiteren örtlichen Organisationen. Benjamin Treiber sei dabei nicht nur fachlich gut gerüstet: „Sie sind auch Sportler und bringen aus dem Ehrenamt viel Erfahrung mit“. Als Triathlet wisse er, dass man sich Kräfte einteilen müsse, um im Ziel anzukommen. „Das Amt des Bürgermeisters in Plüderhausen ist jetzt ihr persönlicher „Ironman“. Eine gute Infrastruktur in einer Gemeinde zu schaffen und zu erhalten kann sich anfühlen wie ein Dauerlauf“.
Nach über drei Jahrzehnten folge nun dem „Schaffer“ ein „Treiber“ in Plüderhausen. Während „Schaffer“ im Schwäbischen ein uneingeschränkt positives Attribut sei, könne man bei „Treiber“ durchaus auf kritische Gedanken kommen. Jedoch könne er, da er den neuen Plüderhäuser Bürgermeister aus seiner Tätigkeit bei der Kreisbau-Gruppe schon einige Zeit kenne, mit Überzeugung sagen, dass Plüderhausen keinen Bürgermeister gewählt habe, der nur „treibt oder antreibt“, sondern vielmehr einen Menschen, der selbst anpackt und Dinge „vorantreibt“ und so als Motor für eine gemeinsame Gestaltung der Zukunft in Plüderhausen wirken werde und dabei auf ein Miteinander setze.
Neben allen „Playern“ komme dem Bürgermeister bei diesem Miteinander eine zentrale Rolle zu. Nicht ohne Grund habe der Tübinger Staatsrechtler Günter Püttner die Bürgermeister einst als „Herrgöttle mit Schlips und Kragen“ bezeichnet. Ob dies heute noch so sei, bezweifle er, jedoch würden unverändert hohe Anforderungen an die Person des Bürgermeisters und seine Kondition gestellt. Ein Bürgermeister stehe sieben Tage in der Woche rund um die Uhr im Rampenlicht und in der Öffentlichkeit.
Dass der neue Bürgermeister im Ort präsent sei und immer ein „offenes Ohr“ habe, habe sich bereits bei den vielen täglichen Gesprächen im Wahlkampf gezeigt. Benjamin Treiber habe einen sehr sachbezogenen und gut organisierten Wahlkampf geführt es sei förmlich zu spüren, dass er sich auf sein neues Amt und auf Plüderhausen freue. Zahlreiche Herausforderungen stünden dabei an und bald werde es auch zahlreiche Berührungspunkte mit dem Landratsamt geben.
Als Zeichen der Zusammenarbeit der „kommunalen Familie“ des Rems-Murr-Kreises überreichte der Landrat neben der offiziellen Urkunde zur Amtseinsetzung auch ein Radlertrikot mit der Aufschrift „Gemeinsam Antreten“ sowie einen Restaurantgutschein, der neuerdings das Remstal und den Schwäbischen Wald verbindet.

„Meister-Titel ohne Meisterprüfung“

„Nun ist es amtlich, aus Benjamin Treiber wurde soeben ganz offiziell „Bürgermeister Benjamin Treiber“, so stellte Markus Proschka in seinem Grußwort für die CDU-Fraktion fest.
„Sie haben eines mir voraus, den „Meister“-Titel ganz ohne Meisterprüfung erhalten zu haben“, so Markus Proschka. Der Titel sei auf jeden Fall verdient. „Durch den breiten Zuspruch der Bevölkerung hat deshalb Bürgermeister Treiber ohne zusätzliche Prüfung bestanden und ist nunmehr Meister seines Faches“, betont Markus Proschka. Herr Treiber habe in einem engagierten Wahlkampf bewiesen, dass er das Zeug zum Bürgermeister habe. Er bringe die persönlichen und fachlichen Voraussetzungen für dieses Amt mit und zeichne sich durch seine hohe Einsatzbereitschaft und Empathie aus.
Die CDU-Gemeinderatsfraktion freue sich auf die Zusammenarbeit mit Bürgermeister Treiber und darauf, die Zukunft Plüderhausen gemeinsam mit ihm und der Bürgerschaft neu zu gestalten. Dazu wünsche ihm die Fraktion nicht nur die „gerade üblichen 3 G“, sondern die folgenden „8 G“ für die kommenden 8 Jahre: „Gelingen, Glück, Gesundheit, Gelassenheit, Geschick, Geistesblitze, der CDU gewogen und für Plüderhausen Geld“.
Markus Proschka schloss seine Rede mit den Worten: „Herr Treiber, machen Sie Ihrem Namen alle Ehre und treiben Sie Plüderhausen voran! Wir sind dabei!“

„Für das Bürgermeisteramt geschaffen“

Für die FW-FD-Fraktion wünschte Claudia Jensen dem Ehepaar Treiber, dass es sich von den Strapazen und der ständigen Präsenz im Wahlkampf mit seinen vielen Begegnungen bereits etwas erholen konnte.
Plüderhausen habe Bürgermeister Treiber nicht zuletzt aufgrund seiner wertschätzenden und menschlichen Art im ersten Wahlgang mit einem hervorragenden Wahlergebnis von fast 75  ins Amt gewählt. „Das ist ein großartiger Vertrauensvorschuss und ein Vertrauensbeweis“.  Nach der Amtszeit der Vorgänger Andreas Schaffer und Willi Roos mit jeweils über drei Jahrzehnten werde Bürgermeister Treiber nun „das Buch neu öffnen“ und habe die Möglichkeit „seit Jahrzehnten gewohnten Fußstapfen zu folgen oder Neues zu gestalten“.
Die Aufgaben seien groß und vielfältig. Als neuer Bürgermeister müsse Benjamin Treiber den Spagat zwischen Pflichtaufgaben, Sanierungen, Investitionen und innovativen Weiterentwicklungen schaffen und auf der anderen Seite den Ergebnishaushalt nicht aus den Augen verlieren, um dauerhaft leistungsfähig bleiben zu können.
Benjamin Treiber sei „für das Bürgermeisteramt geschaffen“ und habe seine bisherigen beruflichen Stationen als Bausteine für diese Aufgabe genutzt. Er zeichne sich durch Neugier, Interesse an den Menschen und Lebensfreude aus. Er sei Christ, schätze das Ehrenamt und suche den Austausch. Die FW-FD-Fraktion freue sich auf die Zusammenarbeit:
„Als Freie Wähler Fraktion möchten wir Ihnen zurufen: Lassen Sie uns gemeinsam Plüderhausen gute Dienste leisten, nach bestem Wissen und Gewissen.“

„Der König ist tot! Es lebe der König“

Mit genanntem Zitat (welches, wie er betonte, nicht von ihm stammt) eröffnete Klaus Harald Kelemen für die SPD-Fraktion sein Grußwort. Mit diesem Zitat habe man 1986 Willi Roos als Vorsitzenden der ARGE Plüderhäuser Festtage verabschiedet und zugleich Andreas Schaffer in derselben Funktion begrüßt. An jenem Abend im Feuerwehrsaal habe man es „noch einmal so richtig krachen lassen“. Heute sei man „etwas bescheidener, aber mit nicht weniger Freude“ unterwegs. „Freude und Gespanntheit auf die neue Zeit, den neuen Geist, auf unseren neuen Bürgermeister Treiber“.
Hauptamtliche Bürgermeister hätten, so Klaus Harald Kelemen, ebenso wie ehrenamtlich wirkende Gemeinderäte, eine dienende Funktion. „Dienend dem Staat und der Gesellschaft in dem ihnen vorgegebenen Wirkungskreis. Dabei darf man sich gerne gegenseitig auf die Finger schauen. Aber man sollte sich nicht wie beim beliebten bayerischen Fingerhakeln gegenseitig über den Tisch ziehen“.
Die SPD-Fraktion freue sich auf viele spannende Diskussionen, die zu guten Ergebnissen für Plüderhausen und seine Bürgerschaft führen mögen und „wenig Debatten á la Frank Plasbergs „Hart aber fair“, in denen jeder anderthalb Stunden lang seinen Standpunkt vertritt und dabei natürlich keinen Zentimeter nachgibt“.
Die SPD-Fraktion habe natürlich schon Ideen, von denen manche alt seien, „aber das sind wir ja auch“. Man hoffe auf eine sachliche, ergebnisoffene Beratung, eine Zusammenarbeit „mit offenem Visier, fair im Ton, klar in der Sache und offen für Argumente“.
„Lieber Herr Treiber, wir freuen uns auf Sie“, so Klaus Harald Kelemen zum Abschluss seines Grußworts. „Auf die neuen Ideen. Auf die gemeinsame Zusammenarbeit. Auf das gemeinsame Dienen in unserem Wirkungskreis Plüderhausen. Herzlich Willkommen, Herr Bürgermeister!“

„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“

Mit den Zeilen aus dem „Stufen“-Gedicht von Hermann Hesse leitete Erich Wägner für die GLU-Fraktion sein Grußwort ein.
Der Zauber des Anfangs beflügle und mache Lust auf Neues. „Jeder Beginn einer Sache und einer neuen Tätigkeit birgt eine Chance, aber auch eine Ungewissheit über den Ausgang.“ Man sei in gespannter Erwartung, was man mit dem neuen Bürgermeister erleben dürfe und sei sich sicher, dass er die Chancen nutzen werde.
Da „fast alles bereits gesagt wurde, nur halt noch nicht von jedem“, so Erich Wägner, versuche er es mit dem Motto der GLU: „Streitbar - ehrlich - unentbehrlich“. Ob man unentbehrlich sei, dies dürften die Wählerinnen und Wähler bei der nächsten Wahl entscheiden. „Streitbar“ bedeute, mit sachlichen Argumenten nach Lösungen zu suchen und sich gerne kritisch - aber konstruktiv – leidenschaftlich für seine Überzeugungen einzusetzen und sich dabei aus Überzeugung an die demokratischen Spielregeln zu halten.
„Ehrlich“ meine „mit offenem Visier, aufrichtig, anständig, geradlinig, redlich, wahrhaftig. Wir sagen was wir meinen. Geraderaus und zuverlässig“.
In diesem Sinne biete die GLU-Fraktion dem neuen Bürgermeister die Zusammenarbeit an: „Wichtig ist für uns, dass wir gemeinsam die Aufgaben, die vor uns liegen lösen. Auf der Suche nach der besten Lösung für unser schönes Plüderhausen sind ja unterschiedliche Meinungen durchaus möglich. Demokratie ist der Wettstreit der Ideen. Wir sind bereit für eine gute und konstruktive Zusammenarbeit: Für Plüderhausen, Walkersbach und die Höfe!“

„Es gibt sie noch, die so genannten Idealkandidaten“

„War ja klar, wie die Wahl ausgeht“, dies habe er nach dem 25. April in Plüderhausen das eine oder andere Mal gehört, so Thomas Bernlöhr, Bürgermeister der Stadt Welzheim.
„Hinterher ist das immer einfach und natürlich, die Aussage stimmt so auch schlicht nicht. Eine Wahl ist immer offen und das Ergebnis immer nur im Sinne von Wahrscheinlichkeiten vorherzusagen.“ Dennoch könne es fast kein Zufall sein, wenn der bisherige Bürgermeister „Schaffer“ hieß und sich dann einer bewerbe, der den Nachnamen „Treiber“ trage. „Umtreiben“, sei ja im Schwäbischen geradezu das Synonym für „Schaffen“. 
Die Anzahl und die Qualität von Bürgermeisterkandidaten sei in letzter Zeit Thema der öffentlichen Debatte. Eine „wirkliche Wahl“ hätten die Bürger von Plüderhausen gehabt, was für die Kandidaten auch den Effekt gehabt habe, dass man sich „richtig reinhängt“. Früher habe man eher „Hockerqualitäten auf Festen und in Gaststätten“ beweisen müssen, heute eher „starke Nerven im Umgang mit den sozialen Medien und die Bereitschaft, viel Zeit einzusetzen und seine ganze Energie“. Genau dies hätten die Bürger Plüderhausens in Benjamin Treiber erkannt. Außerdem „Triathlet, kommunalpolitische Erfahrung im Gemeinderat, Rathauserfahrung in verschiedenen Städten und Gemeinden, aktiver Feuerwehrmann, da bleiben fast keine Wünsche offen“. Auch persönlich hätten Benjamin Treiber und seine Familie „wie sie jeder gerne in seiner Nachbarschaft hätte“ im Wahlkampf überzeugt, denn „ein sympathischer netter Kerl sollte der neue Schultes schon auch sein“.
Dies alles sei für das Wahlergebnis von fast 75% ausschlaggebend gewesen: „Es gibt sie noch, die so genannten Idealkandidaten“.
Die Abfolge des heutigen Abends und die Beiträge der Fraktionen zeigten eindrucksvoll, wie wichtig der Anlass für die Fraktionen des Gemeinderats sei. Die Erwartungen seien naturgemäß groß, die Zuschreibung von Eigenschaften bei Anlässen wie dem heutigen nehme manchmal Züge an, die einen an „übermenschliche Kräfte“ denken lassen. Da dem jedoch nicht so sei wünsche er Bürgermeister Treiber stattdessen, dass er gut ankomme in dieser neuen Rolle und dieser „schönen, großen und bedeutsamen Aufgabe“. Den eigenen Stil zu entwickeln brauche eine gewisse Zeit.
„Acht Jahre Amtszeit sind die Marathondistanz. Also nicht verausgaben, sondern die Kräfte einteilen und immer wieder zwischendrin auftanken!“ Mit diesem Schlusssatz übergab Thomas Bernlöhr als Geschenk ein Paket „von den Höhen des Welzheimer Waldes, die ja immerhin auch Plüderhäuser Markung umfasst, mit allerlei Gutem, hergestellt und direkt vermarket am Limes“.

„Gemeinsam Zukunft gestalten“

Bürgermeister Benjamin Treiber dankte im Rahmen seines Schlussworts dem stellvertretenden Bürgermeister Ulrich Scheurer, Landrat Dr. Sigel, Thomas Bernlöhr und den Vertretern der Gemeinderatsfraktionen herzlich für deren Worte und guten Wünsche.
„Gemeinsam Zukunft gestalten“ - dieses Motto habe her für seinen Wahlkampf nicht nur verwendet weil es gut klinge, sondern weil er davon überzeugt sei, dass die Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft nur gemeinsam angegangen und gelöst werden können. „Wichtig ist, dass wir in Plüderhausen an einem Strang ziehen, gemeinsam in eine Richtung laufen – in der Sache mitunter auch hart zu diskutieren gehört selbstverständlich auch dazu.“
Bei Bürgermeister a.D. Andreas Schaffer bedankte sich Bürgermeister Treiber für die „reibungslose Übergabe“ und insbesondere dafür, dass dieser ein so gutes Team im Rathaus zusammengestellt habe. „Motiviert, freundlich, ausgesprochen kompetent“ - dies habe ihm den Einstieg leicht gemacht. Mit dem heutigen Tag sei auch für das Team der Gemeindeverwaltung die anstrengende Zeit der Wahl und der Amtsübergabe vorbei und nun könne man sich ganz auf die anstehenden Aufgaben und die Zukunftsthemen konzentrieren.
Abschließend sprach Bürgermeister Treiber den Fraktionsvorsitzenden des Gemeinderats seinen besonderen Dank für die Gestaltung des feierlichen Rahmens der Amtseinsetzung aus und lud zum anschließenden Empfang ein, bei dem der Abend mit vielen guten Gesprächen und einem kleinen Imbiss ausklang.

Nachfolgend ein kleiner Bilder-Rückblick:

Bilder: Michael Gomolzig und Gemeindeverwaltung

Weitere Informationen

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Am Marktplatz 11
73655 Plüderhausen
07181 8009-0
07181 8009-7000
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