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Remstal
Gartenschau 2019

Aus Plüderhausen

Autor: Admin

Manfred Wagner am Neujahrsempfang mit Brunnenmedaille ausgezeichnet

Artikel vom 18.01.2016

Neben zahlreichen Repräsentanten aus Wirtschaft, Vereinen, Kirchen, Schulen, Polizei und Feuerwehr begrüßten BM Schaffer und seine Frau Ute vergangene Woche auch die Landtagsabgeordneten Claus Paal (CDU) und Jochen Haußmann (FDP), Landrat Dr. Richard Sigel, Altlandrat Johannes Fuchs sowie Gemeinde- und Kreisräte der Nachbarkommunen auf dem gut besuchten Neujahrsempfang in der Staufenhalle.
Traditionell bedankte sich der Schultes nach seinem Jahresausblick auch bei allen,  die ehrenamtlich zum Wohl der Gemeinde und ihrer Einwohner Verantwortung tragen und Leistungen erbringen.
Ein Novum auf dem „Treff der Entscheider und Gestalter“, so Schaffer, war die Verleihung der Plüderhäuser Brunnenmedaille an Manfred Wagner für dessen herausragenden Einsatz im Arbeitskreis Flüchtlinge.

 

Manfred Wagner mit Bürgermeister Andreas Schaffer
Manfred Wagner mit Bürgermeister Andreas Schaffer

Mehrere Anwärter auf Plüderhäuser Wort des Jahres

Schwer habe er sich bei der Auswahl der anzusprechenden Themen getan, begann BM Schaffer seine Ansprache. „Uns steht ein hochinteressantes Jahr 2016 bevor. Es gibt viele spannende und teilweise brisante Themen, es gibt Herausforderungen und es zeichnen sich gesellschaftliche Veränderungen ab. Was muss man sagen, was kann man sagen und auch: was darf man sagen?“

Das von der Deutschen Gesellschaft für Sprachwissenschaft gewählte Wort des Jahres 2015 in Deutschland heiße ‘Flüchtlinge‘. Für Plüderhausen sehe er das Wort ‘Baustellen‘ ganz vorne. Knapp dahinter kämen Begriffe wie ‘Bürgerbeteiligung‘, ‘Jugendhaus‘ oder ‘Remstalgartenschau‘. Alles kommunale Themen, die nicht nur den Gemeinderat sondern auch viele Bürgerinnen und Bürger beschäftigt hätten.

Diese Themen prägten auch das Jahr 2016.

Die Baustellen seien noch nicht alle abgeschlossen und es kämen, beispielsweise in der Mühlstraße, weitere hinzu. Schaffer lobte die Bürger, die die Maßnahmen verantwortungsbewusst mittragen und die dadurch entstehende Verbesserung der Infrastruktur verstanden hätten. Scharfe Kritik übte er allerdings an der schlechten Informationspolitik der Telekom beim lang ersehnten Breitbandausbau.

„Auch 2016 setzen wir auf die Bürgerbeteiligung. Wir wollen sie fördern – unter anderem mit einem großen Ehrenamtsempfang im April – und wir hoffen, dass sich weitere Menschen anstecken lassen, gemeinsam mit Gemeinderat und Verwaltung wichtige Themen unserer Gemeinschaft zu lösen. Bei der Remstalgartenschau müssen noch im ersten Halbjahr die Projektlisten der Gemeinden konkretisiert werden. Der Gemeinderat trifft damit wichtige Weichenstellungen, mit welchen Projekten sich die Gemeinde beteiligt.“

Als weitere Begriffe beim Wettbewerb zum Plüderhäuser Wort des Jahres 2016 kämen ‘Wohnungsbau‘, ‘Straßenerschließungsbeitragsabrechnung‘, ‘Hochwasserschutz‘ oder ‘Ortsentwicklungsplan‘ in Frage.

„Der Wohnungsbau im Gebiet ‘Weid II‘ läuft planmäßig. Die ersten Baugesuche für Wohnhäuser sind bereits eingereicht, im März beginnt die Firma Baustolz mit dem Bau ihrer 20 Reihenhäuser. Auf den Kommunen lastet derzeit ein großer Druck, Flächen für den Wohnungsbau anzubieten. Dieser kommt  sowohl vom Wohnungsmarkt selbst und zunehmend auch von Politik. Dies ist für uns Anlass, uns mit den im Flächennutzungsplan noch zur Verfügung stehenden Flächen zu beschäftigen. Wir werden auch unsere Bemühungen zur Schließung von Baulücken intensivieren und hoffen es gelingt, Eigentümer mit wertvollen Brachflächen zur Verwertung ihrer Immobilie zu bewegen.“ Schaffer appellierte an die anwesenden Abgeordneten und den Landrat, Hemmnisse bei Genehmigungsverfahren zu überprüfen und abzubauen. Wenn man die geforderten und wohl auch notwendigen schnellen Lösungen wolle, müsse auch die Genehmigungspraxis angepasst werden.

Besondere Herausforderung: Unterbringung und Integration von Flüchtlingen

„Der enorme Strom an Flüchtlingen stellt unser Land vor Herausforderungen die auch die kommunale Ebene unmittelbar betreffen“, sprach Schaffer die wohl größte anstehende Herausforderung an. „Letztendlich sind es die Landkreise und Gemeinden, die für die Unterbringung und für die Integration der vielen Flüchtlinge verantwortlich sind. Gleichzeitig sind wir Lokalpolitiker auch in der Verantwortung die Ängste und Bedenken unserer Bevölkerung zu hören, aufzunehmen und sie – so sie berechtigt sind – bei unseren Entscheidungen zu berücksichtigen.

Mir geht’s wie vielen Kollegen, wir schwanken einerseits immer wieder zwischen der uneingeschränkten Unterstützung des Asylrechts, dem Verständnis für Menschen, die ihr Heimatland unter schwierigsten Voraussetzungen verlassen müssen und andererseits den Bedenken, ob unser Land mit der großen Anzahl an Flüchtlingen fertig werden kann, wie sich unsere Gesellschaft entwickeln wird und ob die Integration gelingen wird.

Um im Sprachbild unserer Kanzlerin zu bleiben: ich meine wir können es schaffen. Aber, wir schaffen das nur mit gewissen Voraussetzungen. Zu diesen gehört für mich, dass die Zugangszahlen schon in den nächsten Monaten drastisch sinken müssen. Die zweite liegt in einer realistischen Einschätzung der Lage: Es muss uns klar sein dass es ohne Probleme, ohne Rückschläge und Belastungen und auch ohne schwierige Situationen nicht möglich ist.“ Schaffer forderte die Bundes- und Landespolitiker auf, Stärke und Entschlossenheit zu zeigen und den vielen Worten auch Taten folgen zu lassen.

Manfred Wagner für herausragendes Engagement geehrt

In Plüderhausen seien derzeit 74 Flüchtlinge untergebracht, Ende des Jahres vermutlich doppelt so viele. „Ich bin sehr froh und auch stolz, dass es uns bisher gut gelungen ist, diesen Menschen nicht nur ein ‘Dach über dem Kopf‘ zu bieten, sondern auch eine besondere Willkommenskultur und eine intensive Betreuung zu bieten. Dies ist in erster Linie ein Verdienst unserer Mitbürger im Arbeitskreis Flüchtlingshilfe – eine Leistung, die nicht hoch genug einzuschätzen ist. Hier wird großartiges geleistet, der spontane Einsatz ist gelebte Solidarität und Nächstenliebe, Hilfe von Mensch zu Mensch.“

Der Gemeinderat habe deshalb einstimmig beschlossen, den Sprecher, Kopf und Mentor des Arbeitskreises, Manfred Wagner, mit der Brunnenmedaille auszuzeichnen. „Manfred Wagner ist Menschenfreund, Idealist und ein Mann der Tat. Er hat allein in den vergangenen zwei Jahren herausragende Leistungen erbracht, dabei vielen Menschen direkt geholfen und Gemeinde viel Arbeit abgenommen und Geld gespart.“

Manfred Wagner, Leiter des AK Flüchtlingshilfe Mitte der 90-iger Jahre, habe sich im Frühjahr 2014 spontan bereit erklärt, bei der anstehenden Flüchtlingsbetreuung mit zu wirken und den Arbeitskreis wieder zu reaktivieren. „Allein dieses spontane und klare ‘Ja‘ ist heutzutage selten und nicht selbstverständlich“, so Schaffer.

Manfred Wagner sei zentraler Ansprechpartner für die Gemeindeverwaltung, für die Helferinnen und Helfer im Arbeitskreis, für die Flüchtlinge und auch für Behörden.

„Er investiert sehr viel Zeit und Kraft, betreut selbst zwölf Flüchtlinge und versteht es durch seine ruhige Art, auch schwierige Situationen zu meistern.  Bei ihm laufen die Fäden zusammen und er gehört selbst zu den aktivsten Helfern.“

Wagner bereite nicht nur die AK-Sitzungen vor und leitete diese, er sei auch bei allen Aktivitäten – seien es Schulbesuche, die Suche von Wohnungen und Arbeitsstellen oder die Organisation medizinischer Hilfeleistungen – direkt oder im Hintergrund dabei „Und wenn an Silvester um 13 Uhr ein Schorndorfer Bäcker kurzfristig 70 Neujahrsbrezeln stiftet, dann verteilt er diese auch selbst in den Unterkünften.“

Nahm die Medaille auch als Auftrag, sich weiterhin für die Menschen und deren Integration einzusetzen: Manfred Wagner, der Leiter des AK Flüchtlingshilfe
Nahm die Medaille auch als Auftrag, sich weiterhin für die Menschen und deren Integration einzusetzen: Manfred Wagner, der Leiter des AK Flüchtlingshilfe

Manfred Wagner freute sich sichtlich über die Auszeichnung. Er verstehe die Brunnenmedaille aber nicht als persönliche Ehrung sondern als Anerkennung aller Mitstreiter im Arbeitskreis Flüchtlingshilfe, denen er herzlich für die Unterstützung dankte. Bereits vor rund 40 Jahren hätten sich viele der Mitglieder für ‘Terre des hommes‘ eingesetzt, später für Gastarbeiter und die ersten Flüchtlinge in den Neunzigerjahren.

Musikalisch umrahmt wurde der Neujahrsempfang von Timothy Harrison. Der zwölfjährige Walkersbacher ist in seiner Altersklasse Deutscher Meister im Akkordeon und beeindruckte die Gäste mit seinem ausdrucksstarken und sicheren Spiel. Seine Beiträge reichten von französischen Weisen über ABBA bis zum Rockklassiker ‘Smoke on the Water‘.

 

"Money, money, money" - der von Timothy Harrison auf dem Akkordeon virtuos vorgetragene ABBA-Song ...
"Money, money, money" - der von Timothy Harrison auf dem Akkordeon virtuos vorgetragene ABBA-Song ...
... riss auch MdL Jochen Haußmann, MdL Claus Paal sowie Landrat Dr. Richard Sigel und seine Ehefrau mit.
... riss auch MdL Jochen Haußmann, MdL Claus Paal sowie Landrat Dr. Richard Sigel und seine Ehefrau mit.

Den anschließenden Stehempfang nutzten die Gäste zum regen Meinungsaustausch.

Weitere Informationen

Gemeinde Plüderhausen
Am Marktplatz 11
73655 Plüderhausen
07181 8009-0
07181 8009-7000
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