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Aus Plüderhausen

Autor: <Gelöschter Benutzer>

Gemeinsame öffentliche Sitzung der Gemeinderäte Plüderhausen und Urbach vom 25.06.2015 zum ÖPNV-Gutachten; Informationsmöglichkeit für Interessierte im Rathaus

Artikel vom 16.10.2015

Gemeinderäte aus Plüderhausen und Urbach diskutieren über die Zukunft der Buslinie 243
Zum 01.01.2018 ändert sich vieles im Linienbusverkehr. Die Zuständigkeit geht endgültig vom Verband Region Stuttgart (VRS) auf den Rems-Murr-Kreis über und im Zuge der derzeitigen Fortschreibung des Nahverkehrsplans und der Neuvergaben der Linienkonzessionen wird das bisherige Fahrplanangebot auf ein vom Landkreis finanziertes sog. Basisangebot reduziert. Dieses Basisangebot umfasst dann nur noch ca. 50% des jetzigen Fahrplanangebots auf der Buslinie 243 Schorndorf-Urbach-Plüderhausen. Schon seit 1994 schießen die Gemeinden Plüderhausen und Urbach im Rahmen eines sog. Verkehrsbedienungsvertrags zur Verkehrsverbesserung gemeinsam jährlich ca. 103.000 € für das jetzige gute Fahrplanangebot an den VRS zu.

Um das derzeitige Fahrplanangebot, den sog. „Status Quo“ aufrecht zu erhalten, müssten die Gemeinden ab 2018 jedoch ungefähr das Doppelte bezahlen. Um eine möglichst bedarfsgerechte und finanzierbare Lösung zu erreichen, haben die beiden Gemeinden das Ingenierbüro GEVAS mit einem Gutachten beauftragt, dass den Gemeinderäten aus Plüderhausen und Urbach in einer gemeinsamen öffentlichen Gemeinderatssitzung vorgestellt wurde.

Die Bürgermeister Schaffer und Hetzinger konnten als Referenten Herrn Frey vom Büro GEVAS begrüßen. Dieser erläuterte anhand einer PowerPoint-Präsentation zunächst die Angebotsanalyse sowie die Ergebnisse der durchgeführten Erhebungen (Fahrgastzählung und Fahrgastbefragung) vom März 2015.

Bis 31.07.2015 müssen die Gemeinden dem Landkreis melden, welche „Zubestellungen“ zusätzlich zum Basisangebot sie wünschen. Der Landkreis muss im September eine sog. Vorabbekanntmachung (im EU-Amtsblatt) vor der europaweiten Ausschreibung der Konzessionen veröffentlichen.

Im Anschluss ging er auf die Konzeption für die Neugestaltung der Buslinie 243 ab dem 01.01.2018 ein. Dafür gebe es aktuell zwei große Unbekannte: die Unsicherheit, ob auf der Remsbahn tatsächlich bis 2018 montags bis freitags der Halbstundentakt eingeführt werde und ob die für den allgemeinen ÖPNV geöffneten „Schülerfahrten“ zum Schulzentrum Grauhalde in Schorndorf und zum Hohbergschulzentrum Plüderhausen Teil des Basisangebots seien oder komplett aus dem „Topf Schülerbeförderung“ des Landkreises bezahlt würden. Die Konzeption umfasst zahlreiche Varianten.

Bei einer am Sitzungstag vor der Gemeinderatssitzung stattgefundenen Besprechung im Landratsamt in Waiblingen hätten die Vertreter des VVS und des Landkreises vorgeschlagen, dass die Gemeinden Plüderhausen und Urbach mit der Stadt Schorndorf in Verhandlungen darüber treten sollten, ob sich die Stadt Schorndorf auf Grund der innerstädtischen Bedeutung der Linie 243 ab 2018 finanziell an dieser beteiligt, was bisher nicht der Fall war. Nach dem Entwurf des neuen Nahverkehrsplans hätte Schorndorf gewisse „Kapazitäten“ frei, so dass eine „Abtretung“ von ca. 34.000 Linienkilometern aus dem Schorndorfer Basisangebot an Plüderhausen und Urbach denkbar wäre.

BM Schaffer ergänzte, man stehe nun unter einem gewissen Zeitdruck. Die Zubestellung müsse dem Landratsamt bis zum 31.07.2015 vorliegen. Es sei unglücklich, dass wohl erst im Oktober 2015 bekannt gemacht werde, ob bis 2018 der Halbstundentakt auf der Remsbahn realisiert wird. Außerdem könne wohl bis 31.07. noch nicht mit einer verlässlichen Aussage zur finanziellen Beteiligung der Stadt Schorndorf gerechnet werden.

GR Kelemen (Plüderhausen, SPD) hielt eine Fahrtzeitverkürzung nach Schorndorf für wichtig. Dafür wäre er sogar dazu bereit, einige Haltestellen in Plüderhausen zu „opfern“. Wichtig sei weiterhin ein „Expressbus“ zwischen Plüderhausen und Schorndorf, der in Urbach nur an der Hauptstraße hält. Außerdem sei eine Anbindung an die Nacht-S-Bahnen am Wochenende wünschenswert. Die Anbindung der Bahnhöfe sei für ihn aktuell nicht so dringlich. Bezüglich der finanziellen Beteiligung der Stadt Schorndorf habe er von OB Klopfer schon positive Signale erhalten. Auf seine Frage, für wie lange der Fahrplanumfang dann festgeschrieben sei bzw. ob die Bahnhofsanbindungen später ergänzt werden könnten, antwortet Herr Frey, die Vorabbekanntmachung müsse im September erfolgen. Die derzeit gültigen Konzessionen laufen Ende 2017 aus, so dass man dann bei 8-Jahres-Verträgen, wie sie der Rems-Murr-Kreis abschließen möchte, von 2018 bis 2026 gebunden sei. Ergänzungen seien möglich, verbunden mit Mehrkosten. Man könne z.B. dem Landratsamt zunächst als „Stufe 1“ bis zur Einführung des Halbstundentakts auf der Remsbahn Variante 5b nennen und als „Stufe 2“, wenn der Halbstundentakt eingeführt sei, Variante 1b.

GR Scheurer (Plüderhausen, CDU) zeigte sich skeptisch bezüglich der Einführung des Halbstundentakts auf der Remsbahn bis 2018. Wichtig sei es ihm, in diesem Prozess die Bürger einzubinden.

GR Dr. Häußermann (Plüderhausen, FW-FD) hielt die Klarheit über die Einführung des Halbstundentakts für entscheidend für das weitere Vorgehen. Wenn dieser käme, sei wohl das Basisangebot, ergänzt um den einen oder anderen Bus zu den Bahnhöfen, ausreichend. Man solle möglichst lange abwarten. Dem hielt Herr Frey entegegen, dass zunächst bis zum 31.07. eine Aussage zur Zubestellung gemacht werden müsse, die dann aber wie erwähnt, später um weitere Fahrplankilometer erweitert, nur eben nicht reduziert werden dürfe.

GRin Pfeiffer (Plüderhausen, CDU) erläuterte, dass für viele Fahrgäste unabhängig vom Fahrplanangebot der Bus  bequemer sei als der Zug, z.B. zum Einkaufen. Aus ihrer Sicht müsse man die Entscheidung über den Halbstundentakt nicht abwarten. Herr Frey führt an, hier sei auch die Barrierefreiheit an den Bahnhöfen (Bahnsteighöhen usw.) ein Faktor. Mittelfristig würde die Bahn den Komfort in Form von besserem Wagenmaterial verbessern. Anstelle der Anschlussbusse an die Nacht-S-Bahnen würde GRin Pfeiffer eher einen Rufautoverkehr anbieten.

Auf die Frage von GR Kelemen, ob eine Verbesserung der Anbindung an einen Verkehrsknotenpunkt wie Schorndorf erfahrungsgemäß die Zahl der ÖPNV-Nutzer erhöhe, antwortete Herr Frey, die Erfahrungen aus anderen Gegenden zeigten i.d.R. eine positive Fahr-gastentwicklung.

BM Schaffer ergänzte, seitens der DB sei im Rahmen der Taktverdichtung auch die Einführung von Nachtzugverbindungen zwischen Schorndorf und Schwäbisch Gmünd geplant. Damit dürfte sich das Problem Anschluss an die Nacht-S-Bahn erledigen.

BM Hetzinger erinnerte an das Problem, dass bei der Vorabbekanntmachung zunächst ein „Minimalumfang“ zubestellt werden soll. Man sollte hier bereits von der Einführung des Halbstundentakts auf der Remsbahn ausgehen.

GR Nagel (Urbach, GRÜNE) fragte nach, ob durch die Streichung von Haltestelle Kosteneinsparungen erzielt werden könnten. Herr Frey erläuterte, es komme darauf an, wo Haltestellen wegfielen. Wenn dies auf der Strecke sei, bringe dies lediglich einen Zeitgewinn bei der Fahrtzeit, würde aber eine peripher liegende Haltestelle wie z.B. Aichenbachhof gestrichen, spare man auch Kilometer ein. GR Nagel schlug eine neue Haltestelle am Friedhof Urbach vor.

GR Habik (Urbach, SPD) regte an, bis zur Einführung des Halbstundentakts auf der Remsbahn die Bahnhöfe nicht anzubinden und die damit eingesparten Mehrkilometer bis dahin in eine neue „Schleife“ einzubauen. Ein Problem sei die Tarifzonengrenze. Auf seine Frage, ob diese veränderbar sei, führte Herr Frey an, dies sei bislang kein Thema in den Gesprächen gewesen; hier müsse man mit dem VVS verhandeln.

GRin Jud (Urbach, FW) fragte nach, ob es bezüglich Beteiligung von „Ziel-Städten“ wie Schorndorf an der Finanzierung ähnlicher Buslinien Erfahrungen von anderswo gebe. Herr Frey antwortete, hier wisse er kein Beispiel, auch für den Rems-Murr-Kreis sei dies ein Novum. BM Hetzinger ergänzte, die Schorndorfer Beteiligung sei wünschenswert, könne aber nicht vorausgesetzt werden. Hier müsse man abwarten, bis dies in Schorndorf durch die Gremien gegangen ist.

GRin Burkhardt (Urbach, SPD) war es wichtig, dass der Schulbusverkehr nicht „abgehängt“ wird. Herr Frey führte an, ein bedarfsgerechtes Schulbusangebot bleibe auf jeden Fall bestehen. Zu klären sei nur, ob dies aus dem Basisangebot finanziert werden muss oder nicht.

GR Schiek (Plüderhausen, CDU) fragte nach, ob die bestehende Linienführung direkt an den Bahnhof Plüderhausen geführt werden könne. Herr Frey gab zu bedenken, dass dann die Umlaufzeit zu lang werde für das Erreichen der S-Bahn in Schorndorf. Eine Taktung auf die S-Bahn in Schorndorf und auf den Regionalexpress in Plüderhausen sei unrealistisch.

GR Dr. Häußermann (Plüderhausen, FW-FD) erkannte unterschiedliche Prioritäten für die Gemeinderäte aus Plüderhausen und Urbach. Während den Urbachern v.a. die Bahnhofsanbindung wichtig sei, habe für die Plüderhäuser die schnelle Direktverbindung nach Schorndorf mit wenigen Halten in Urbach und die Nachtverbindung Priorität. Eine gemeinsame Stellungnahme an das Landratsamt erscheine ihm schwierig. Eventuell müsse man das gemeinsame „Betreiben“ der Linie in Frage stellen.

GRin Burkhardt hielt eine Anbindung der Bahnhöfe Urbach und Plüderhausen mit dem gleichen Bus für unrealistisch. Eventuell müsse man über ganz andere Wege zur Bahnhofsanbindung nachdenken, z.B. Bezuschussung von E-Bikes oder Einrichtung weiterer Fahrradboxen.

Herr Frey erläuterte, dass man bisher davon ausgegangen sei, dass die Überörtlichkeit (Verbindung von mindestens zwei Gemeinden) Voraussetzung für die Kostenbeteiligung des Landkreises sei. Nach der heutigen Besprechung im Landratsamt sei dies aber nicht so, weshalb GEVAS nun kurzfristig die Varianten 6a bis 6c als „Ortsbusverbidnungen“ ergänzt habe. GR Habik hielt diese „Urbach-Ortslinie“ zum Urbacher Bahnhof für sinnvoll.BM Schaffer sprach sich für das gemeinsame Vorgehen aus. Tendenziell sei er gegen Ortsbuslösungen.

Nachdem noch keine klare Tendenz zu einer Variante erkennbar war, beendete BM Schaffer die gemeinsame Sitzung und kündigte an, dass die Gemeindeverwaltungen gemeinsam mit dem Büro GEVAS bis zu den Sitzungsterminen in Plüderhausen (30.07.) und Urbach (28.07.) konkrete Beschlussvorschläge erarbeiten.

Informationsmöglichkeit im Rathaus
Interessierte Bürger können sich im Vorfeld der Gemeinderatssitzung (30.07.2015) während der Sprechzeiten beim Ordnungsamt der Gemeinde Plüderhausen, Herrn Kropf, Zimmer 14 (1. OG), Tel. 07181 8009-33, über die diskutierten Fahrplanangebotsvarianten, die jeweiligen Kosten usw. informieren.

Weitere Informationen

Gemeinde Plüderhausen
Am Marktplatz 11
73655 Plüderhausen
07181 8009-0
07181 8009-7000
E-Mail schreiben

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